Mehrsprachigkeit bei Internetangeboten
zur Stadtentwicklung und Stadtplanung

Auswahl der Modellstädte

Auswahlkriterien

Die Träger des Modellprojekts MISS waren die Städte Stadt Arnsberg, Stadt Gütersloh, Stadt Iserlohn und Stadt Solingen beteiligt. Die Vorstellung der Städte dient zum besseren Verständnis der Rahmenbedingungen und zur Vergleichbarkeit der Ergebnisse der lokalen Pilotprojekte. Unter der Rubrik Projektpartner sind weitere Informationen zu den Partnern auf Landesebene zu finden.

Da ein Ziel des Pilotprojekts war, ein übertragbares Geschäftsmodell zu entwickeln, erfolgte Auswahl der Städte so, dass möglichst unterschiedliche Ausgangsbedingungen vorlagen. Ferner wurde die Auswahl der Modellkommunen bewußt auf Städte mittlerer Größe beschränkt, da die Konstellationen in Großstädten, z. B. im Ruhrgebiet, zu viele Besonderheiten beinhalten und so dem Ziel der Übertragbarkeit entgegenstanden. Um die Ausgangsbedingungen dennoch vergleichbar bzw. nachvollziehbar zu gestalten, wurden fünf Hauptkriterien für die Auswahl festgelegt:

  • die (dokumentierte) Offenheit der Verwaltung und Politik für die Themen Integration und E-Government,
  • die bestehenden Erfahrungen in der Integrationsarbeit und der Partizipation von Migranten an der Stadtplanung,
  • bestehende Erfahrungen im Bereich des E-Governments,
  • Heterogenität in der Größe und räumlichen Lage sowie
  • Empfehlungen und bestehende Kontakte.

Auswahlgründe für die Modellstädte

Die Stadt Arnsberg wurde ausgewählt, da sie im Jahr 2004 mit dem Internetpreis des Informationskreises für Raumplanung ausgezeichnet und kam zudem in die Endausscheidung des Wettbewerbs "Integration ist kein Zufall" der Bertelsmannstiftung. Mit dem im November 2004 neu gewählten Integrationsrat sowie einem Integrationskonzept steht die Integrationsarbeit auf einer soliden Basis.

Im Vergleich nimmt die Stadt Gütersloh eine Vorreiterrolle in der Entwicklung des E-Government ein, in dem sie durchaus als führend bezeichnet werden kann. Insbesondere der Internetauftritt zur Stadtentwicklung und Stadtplanung ist als qualitativ hochwertig zu bezeichnen. Neben den umfangreichen Informationen zeichnet sich das Angebot insbesondere durch die Möglichkeit zur Online-Stellungnahme aus (siehe: www.stadtplanung.guetersloh.de). Dieses Angebot wurde zusammen mit der tetraeder.com entwickelt und als Forschungsvorhaben vom Land NRW gefördert.

Die Stadt Iserlohn verfügt seit November 2004 ebenfalls über einen Integrationsrat und einem Integrationsbeauftragten in der Verwaltung. Im Bereich der Stadtentwicklung und Stadtplanung wird das Angebot seit rund 3 Jahren kontinuierlich ausgebaut und weiterentwickelt. Im Vergleich mit den beiden vorangegangenen Städten bietet sich hier die Chance, mehrsprachige Angebote in z. T. noch entstehende Angebote zu integrieren.

Dagegen kann die Stadt Solingen auf mittlerweile fast 15 Jahre Erfahrung in der intensiven Integrationsarbeit und der interkulturellen Öffnung der Verwaltung hinweisen. Diese Vorbildfunktion wurde zuletzt im April 2005 durch den Gewinn des Wettbewerbs "Erfolgreiche Integration ist kein Zufall" durch die Bertelsmannstiftung bestätigt und die konstante Arbeit ausgezeichnet (Link zu Dokumentation des Wettbewerbs (Größe: ca. 250 kb )). Im Bereich der Stadtplanung stehen dem Bürger ebenfalls vielfältige Informationsmöglichkeiten Online zur Verfügung, unter anderem in Form eines Newsletters zur Stadtplanung.

Insgesamt konnte mit den beteiligten Modellstädten ein breites Spektrum unterschiedlicher Voraussetzungen und Erfahrungen in den Bereichen E-Government, Integration und Partizipation abgedeckt werden.